Jestetter @rchiv

Ruine Radegg

Die Ruine Radegg liegt zwar nicht auf der Gemarkung Jestetten, aber diese Ruine hoch  über dem Wangental ist ein beliebtes Ausflugsziel für viele umliegenden Gemeinden, so dass sie hier Erwähnung finden darf. Von der Burg ist neben einigen Spuren im umliegenden Gelände der Bergfried erhalten, der bestiegen werden kann.

Der exponierte Kalkfelsen bietet Heimat für wärmeliebende Tiere und Pflanzen. In der warmen Jahreszeit sieht man die Eidechsen in der Sonne liegen oder über die Felsen huschen. Die Radegg ist auch Standort der bei uns seltenen Flaumeiche. Die Forstwirtschaft ist an der Flaumeiche interessiert, weil diese Eiche wohl ein Gewinner des durch Erwärmung ausgelösten Landschaftswandels wäre.
 


Eidechse auf der Radegg


Nicht weit von der Ruine Radegg liegt der Rossberghof, eine partielle Ortswüstung. Im Wald um den Rossberghof finden sich auch Ackerraine und Lesesteinhaufen, die belegen, dass diese Waldflächen einst durch Ackerbau genutzt worden sind. Dies ist eine andere Form des Landschaftswandels.

Literatur zur Radegg:

Karl-Hellmuth Jahnke:
?
Jestetter Chronik 19xx, ?

Karl Schib:
Chronik der Ausgrabungen und Geschichte der Herren von Radegg
Schaffhauser Beiträge zur Geschichte 15 (1938), 228-260
 

Literatur zu den Flaumeichen:
Uwe Sayer:
Die Ökologie der Flaumeiche (Quercus pubescens Willd.) und ihrer Hybriden auf Kalkstandorten an ihrer nördlichen Arealgrenze
Dissertationes botanicae, Band 340, 2000
Literatur zu Wüstungen und Landschaftswandel:
Walter Zimmermann:
Schaffhauser Ackerbau durch die Jahrhunderte
Verlag Peter Meili, Schaffhausen, 1974
(enhält Karte mit Flurwüstungen im Kanton Schaffhausen)

Wilhelm Abel:
Die Wüstungen des ausgehenden Mittelalters
3. Auflage, 1976

Hansjörg Küster:
Geschichte der Landschaft in Mitteleuropa
Verlag C.H.Beck, 1995 / 1999
 
 

Konrad Schlude
 
 


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